Die Mundstückberatung Teil 3: Die Öffnungskurve
Bei gleicher Bahnlänge lassen sich bei Saxophon-Mundstücke mit unterschiedlichen Bahnkurven beobachten. Mit bloßem Auge sind diese geringen Unterschiede häufig nur schlecht festzustellen.
Hält man die Mundstücke und deren Öffnungen gegeneinander und betrachtet sie von der Seite, sieht man die verschiedenen Verläufe besser.

- Verschiedene Öffnungsskurven
Starker Einfluss auf das Spielgefühl
Die Öffnungskurve des Saxophon-Mundstücks entscheidet maßgeblich, welcher Teil des Blatts wie viel Raum zur Schwingung zur Verfügung bekommt. Sie hat Auswirkungen auf das Spielgefühl, also auf Widerstand, Luftdurchsatz und auch Klangfülle.
Diese Punkte sind nicht zu vernachlässigen und stellen mit dem Klang die wichtigsten Kriterien bei der Wahl eines Mundstücks dar. Kommt das Spielgefühl dem Saxophonisten entgegen und fühlt man sich wohl, so hat man vieles gewonnen – auch klanglich!
Anpassung des Ansatzes
Schlecht oder an den zwei Seiten ungenau gearbeitete Verläufe lassen das Mundstück schneller quietschen. Allerdings ist nicht jedes Mundstück, das anfänglich quietscht ein schlechtes.
Manchmal hat man mit einem neuen Mundstück (vor allem bei Jazzmundstücken mit größerer Öffnung) dieses Problem, das sich recht zügig verbessert, wenn man seinen Ansatz auf das neue Mundstück eingestellt hat.

Das passende Blatt zur Öffnungskurve
Auch Blätter haben einen unterschiedlichen Schnitt, der ganz verschieden große Schwingungen zulässt. Es gibt also Blätter die besser zu einer bestimmten Öffnungskurve passen und andere schlechter.
Dazu mehr in der nächsten Folge, in der es um die Blattwahl und die Kombination von Blatt und Mundstück geht.
Weiter geht es im nächsten Tipp mit den Blattstärken.





